Guten Abend, gute Nacht … wie die Chiropraktik beim gesunden Schlaf helfen kann

Wenn bei unserem Handy der Akku zur Neige geht, hängen wir das Gerät schnell an die Steckdose. Dort kann es aufladen, bis der Akku wieder voll ist und es wieder einsatzfähig ist. Ähnlich geht es auch uns Menschen: Der Schlaf ist unsere Akku-Ladephase. Während wir nachts ruhen, arbeitet unser Immunsystem auf Hochtouren. Zellen werden repariert, Muskeln wachsen und neu Gelerntes wird verarbeitet und verinnerlicht.

So viel zur Theorie, die Realität sieht da oft anders aus!
Viele Menschen kennen das: Man ist eigentlich müde, der Körper sehnt sich nach einem erholsamen Schlaf und doch kriegt man kein Auge zu, findet einfach nicht in den Schlaf oder schreckt immer wieder hoch und hat dann Probleme wieder einzuschlafen.
Man erlebt eine mehr oder minder schlaflose Nacht und fühlt sich am nächsten Tag müde und wie erschlagen.

Tritt dieses Phänomen nur selten auf, lässt es sich verschmerzen und ist mit etwas mehr Schlaf in der nächsten Nacht oder einem kurzen „Mittagsschläfchen“ (Powernap) von 15 Minuten wieder auszugleichen.
Wird die Schlaflosigkeit aber zum dauerhaften nächtlichen Begleiter, kann sie zu erheblichen Beeinträchtigungen im alltäglichen Leben führen.

Der durchschnittliche Erwachsene braucht zwischen 6 und 8 Stunden Schlaf, dies kann natürlich individuell etwas variieren. Die meisten Menschen wissen sehr genau wie viele Stunden Schlaf sie brauchen, um fit und leistungsfähig durch den Tag zu kommen.
Schlafen wir schlecht, „funktionieren“ wir nicht gut, wir werden reizbar und haben Schwierigkeiten uns zu konzentrieren.
Die fehlende Erholsamkeit des Schlafes beeinträchtigt kurzfristig die Leistungsfähigkeit und kann mittel- oder langfristig sogar zur Verschlechterung oder zum Neuauftreten von Krankheiten führen.

Schlaflosigkeit kann durch Stress, Krankheit oder eine veränderte Schlafumgebung ausgelöst werden, aber auch viele andere Faktoren können eine Rolle spielen.
Oft ist auch eine mangelnde Schlafhygiene Verursacher der Schlaflosigkeit.
Hierbei handelt es sich um Verhaltensweisen, die bei Einhaltung zu einem erholsamen Nachtschlaf führen oder diesen eben erschweren, wenn wir die schlafhygienischen Grundregeln nicht beachten.

Folgende Verhaltensweisen können dazu führen, dass Schlafstörungen auftreten:

• Ausgedehnter Tagschlaf (mindestens zweimal wöchentlich)
• Zu ausgedehnter Mittagsschlaf (länger als 15 Minuten)
• Unregelmäßige Aufsteh- und Zubettgehzeiten
• Regelmäßiger und erheblicher Konsum von Alkohol, Nikotin oder Koffein vor dem Zubettgehen
• Aufregende oder emotional belastende Aktivitäten vor dem Zubettgehen
• Anstrengende körperliche Aktivitäten vor dem Zubettgehen
• Anstrengende geistige Aktivitäten kurz vor dem Zubettgehen
• Häufiger Aufenthalt im Bett bei schlaffremden Aktivitäten wie Fernsehen und Essen
• Schlaf im unbequemen Bett
• Inadäquater Schlafraum (Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Lärm, Lichteinfall, Vibrationen u.a.)
• Grübeln und unangenehme Gedanken im Bett

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen von Schlafstörungen: der primären, der sekundären und der chronischen Schlaflosigkeit.

Die primäre Schlafstörung ist vorübergehend und wird normalerweise von Menschen erlebt, die unter akuten Angstzuständen leiden oder unter Stress stehen.
Sie kann auch von einem kurzzeitigen Übermaß an Alkohol- oder Kaffeekonsum verursacht werden.
Diese Art der Schlafstörung verschwindet von selbst, wenn die Ursache des Problems abgestellt wurde.

Die sekundäre Schlaflosigkeit geht meist mit psychischen oder medizinischen Problemen einher, oft auch von starkem und andauerndem Missbrauch von Alkohol, Drogen oder der dauerhaften Einnahme von Medikamenten begleitet.

Der Übergang zu chronischen Schlaflosigkeit ist oft fließend, da eine Schlaflosigkeit, die einen Menschen länger als einen Monat quält, bereits als chronisch gilt.
Eine besonders unangenehme Form der chronischen Schlafstörung ist hierbei die idiopathische Schlaflosigkeit, da sie keine bekannte Ursache hat und immer wieder auftreten kann.

Vor allem bei dieser Form der Schlafstörung kann eine chiropraktische Behandlung zur Verbesserung der Schlafqualität beitragen.
Zwar ist die Chiropraktik keine direkte Therapieform gegen Schlaflosigkeit und es gibt sicherlich Formen von Schlafstörungen, die einer medizinischen oder psychologischen Abklärung (z.B. Apnoe oder Depression) bedürfen.
Allerdings berichten viele Patienten von einer Verbesserung ihrer Schlafqualität, nachdem sie chiropraktisch behandelt wurden. Die vitalistische Chiropraktik fördert den neurologischen Impulsstrom vom zentralen Nervensystem (ZNS) im Hirn, hin zum peripheren Nervensystem (PNS).
ZNS und PNS steuern die Funktionen aller Organe in unserem Körper!
Die chiropraktische Behandlung und die damit einhergehende Korrektur von Fehlstellungen sorgen dafür, dass das Nervensystem entlastet wird und somit die Selbstheilung des Körpers auf natürliche Weise gefördert wird.
Der Chiropraktiker gibt die entsprechenden Impulse, der krank machende Druck wird beseitigt und die Funktion und Kommunikation im Körper des Patienten wird entscheidend verbessert!
Der Patient hat ein verbessertes Körpergefühl und somit ein erhöhtes Wohlbefinden.

Kombiniert man die chiropraktische Behandlung mit einigen kleineren Veränderungen des eigenen Lebensstils, lässt sich in den allermeisten Fällen auch eine Verbesserung der Schlafqualität feststellen.

Folgende Tipps können Sie ergänzend zur chiropraktischen Behandlung dabei unterstützen, Ihre Schlaflosigkeit zu überwinden:

• Ein warmes Bad vor dem Schlafen gehen beruhigt und macht angenehm müde
• Beruhigende und sanfte Musik hilft den Stress des Tages zu vergessen
• Kräutertees aus Kamille, Katzenminze, Anis oder Fenchel wirken wohltuend
• Ein leichtes Abendessen belastet den Körper nicht, ein kleines Betthupferl ist gut für die Seele
• Vermeiden Sie den ( übermäßigen und abendlichen) Genuss von Koffein, Alkohol und Tabak
• Ein wohltemperiertes und gut belüftetes Schlafzimmer hilft beim Durchschlafen
• Sportliche Betätigung (vor allem Ausdauer und Herz-Kreislauf Übungen) am Tag hilft beim Einschlafen am Abend
• Regelmäßige Schlafzeiten und eine gleichmäßige Abendroutine sind wichtige Voraussetzungen für einen gesunden und erholsamen Schlaf
• Schlafen Sie nicht zu lange in den Morgen hinein, ein „Überschlafen“ verursacht Alpträume und führt zu abendlichen Einschlafschwierigkeiten.
• „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – Das gilt auch beim Schlafen: Wer am Morgen früh aufsteht, schläft Abends besser ein
• Vermeiden Sie Lichtquellen im Schlafzimmer, die dort nichts zu suchen haben: Leuchtende Uhren, Laptop und TV haben in den Schlafräumen nichts verloren, da sie zu einem unruhigen und wenig erholsamen Schlaf führen und den Körper daran hindern in die erholsame Tiefschlafphase zu gelangen

Mit der Einhaltung der schlafhygienischen Grundregeln und einer regelmäßigen chiropraktischen Behandlung sollte so einem erholsamen Nachtschlaf nichts mehr im Wege stehen!!

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