Vitalistische Chiropraktik

Was ist vitalistische Chiropraktik?

Hinter der vitalistische Chiropraktik steht die Philosophie, dass der menschliche Körper ein sich selbst heilender, selbst regulierender Organismus ist. Demnach kommt der Mensch in der Regel völlig gesund und im Vollbesitz seiner Selbstheilungskräfte zur Welt. Geburtstraumata, Stürze, Verletzungen oder andere Einflüsse können im Laufe des Lebens aber zu Nervenstörungen und Fehlstellungen der Wirbel führen.

Diese Veränderungen schwächen den Körper und nehmen ihm die angeborene Fähigkeit, sein Gesundheitspotenzial voll auszuschöpfen. Bei der Chiropraktik geht es nicht in erster Linie darum, Schmerzen zu lindern oder Symptome zu behandeln.
Es geht vielmehr darum, das Nervensystem durch eine Korrektur von Fehlstellungen der Wirbelsäule zu entlasten und somit die Selbstheilung des Körpers auf natürliche Weise zu fördern. Hierfür gibt der Chiropraktiker die entsprechenden Impulse, um somit krank machenden Druck zu beseitigen und die Funktion und Kommunikation im Körper des Patienten zu verbessern.

Subluxation und Justierung? Was ist das?

Es kommt zu einer Subluxation, wenn sich ein Wirbel verlagert, in dieser verlagerten Position fixiert und Störungen im Nervensystem auslöst.

Durch diese Funktionseinschränkung kann das Nervensystem in diesem Bereich nicht mehr optimal die biochemischen und biophysikalischen Stoffwechselprozesse regulieren, so dass das Zielgewebe an Information unterversorgt wird und Funktionsdefizite entwickelt. Da nur 8-10% einer Nervenfaser schmerzleitend sind, verlaufen Subluxationen über Jahre oder sogar Jahrzehnte unbemerkt.

Als Justierung bezeichnet man die Korrektur der Wirbelfehlstellung, wobei der Druck vom Nerv genommen wird.

PhD Chang Ha Suh, Experte für Biomechanik der Wirbelsäule an der Universität von Colorado, veröffentlichte folgende Aussage: „… Subluxationen am Wirbel führen durch die Verursachung einer strukturellen Fehlfunktion der Wirbelsäule und durch Nervenstörungen zu grundlegenden Veränderungen im gesunden Körper. Das Gewicht einer Münze auf einem Rückenmarksnerv reduziert die Nervenimpulsübertragung um bis zu 60%.”